Geschichte der Kommunikation: Brieftauben

Als Nachrichtenübermittler Top, als Stadtbewohner Flop: Tauben genießen aufgrund ihrer häufigen “Hinterlassenschaften” nicht den besten Ruf. Dabei können sie auf eine lange, bewegte Geschichte im (Kommunikations)Reich der Menschen zurückblicken. Schon 1.000 v. Chr. wurden Tauben als Nachrichtenüberbringer eingesetzt.

So nutzten Griechen und Römer den Brieftaubenversand ausgiebig. Die Tauben waren damals so fit, dass sie sogar als Teilnehmer bei den Olympischen Spielen der Antike zugelassen wurden.

Die Schnelligkeit und Zuverlässigkeit der Brieftauben war danach jahrhundertlang nicht zu schlagen. Vor der Erfindung des Telegraphen waren sie praktisch die einzige Möglichkeit, Informationen schnell von einem Punkt zum anderen zu übermitteln. Historisch belegt ist zum Beispiel der Langstreckeneinsatz von Brieftauben über die Taubentürme der Republik von Genua. Der Sieg in der Schlacht von Waterloo 1813 wurde per Brieftaube an die britische Regierung übermitteln. Und die Nachrichtenagentur Reuters hätte es ohne Brieftauben nicht gegeben: Sie begann ihren Pressedienst per Brieftauben-Post. Heute ist die Haltung von Brieftauben dagegen meist ein reines (Sport)Hobby.

Wie Brieftauben ihre Heimstätte/Ihr Ziel so genau finden, ist selbst heute noch nicht restlos ungeklärt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Brieftauben – genauso wie Zugvögel – den Stand der Sonne/der Sterne und das Magnetfeld der Erde als “Kompass” verwenden können sowie optische Anhaltspunkte zur Orientierung nutzen.

  Januar 29, 2010

2 Kommentare

  1. Kommentar von Tim:

    Mei Opa züchtet Tauben. Ich frage mich, wer die erben soll. Ich jedenfalls nicht. Kann dieser Leidenschaft nichts abgewinnen.

    Mai 21, 2011 @ 8:30 pm
  2. Kommentar von Nina:

    Tauben – bäh. Wenn ich die schon auf den Marktplätzen sehe – voll die Seuche!

    Mai 21, 2011 @ 9:57 pm

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