primacall informiert: Deutschland ein Land der digitalen Außenseiter?
Die digitale Welt wird für Unternehmen wie primacall, aber auch anderen Bereichen, immer wichtiger. Dass sich viele Kunden mit einer allzu eingeschränkten Ausrichtung auf den Online-Bereich aber nicht erreichen lassen, zeigt die Studie “Digitale Gesellschaft in Deutschland – Sechs Nutzertypen im Vergleich” der Initiative D21. Denn für viele Deutsche ist die digitale Gesellschaft noch längste keine Realität.
Laut Studie können nur 26 Prozent der deutschen Online-Nutzer (ca. 70 Prozent der Deutschen) zu den “souveränen” Netzbürgern gezählt werden. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) werde dagegen als “digitale Außenseiter” und immerhin noch 30 Prozent als Gelegenheitssurfer bezeichnet.
Das heißt im primacall-Klartext: Fast 75 Prozent sind gar nicht oder nur bedingt in der Online-Welt angekommen. Dabei ziehe sich eine digitale Spaltung entlang Kompetenz, Wissen, Nutzungsvielfalt und -Intensität der Internetnutzung sowie der Einstellung gegenüber den digitalen Medien.
Angst vor dem Netz bei “Außenseitern”
“Digitale Außenseiter” stellen der Studie zufolge die größte der sechs ermittelten Online-Nutzergruppen dar. Ein “digitaler Außenseiter” sei im Schnitt 63 Jahre alt, zu zwei Dritteln weiblich, genieße es “die Zeitung zu lesen”. Vor dem Netz habe er/sie Angst. Selbst Begriffe wie E-Mail, Betriebssystem oder Homepage sind digitalen Außenseitern weitgehend unbekannt.
Ebenfalls weniger gut im Netz aufgehoben fühlten sich die “Gelegenheitssurfer” (30 Prozent). Diese seien im Schnitt 42, würden sich gut mit Bürosoftware und Suchmaschinen auskennen und den PC hauptsächlich privat nutzen. Allerdings haben sie laut Initiative D21 Nachholbedarf beim Thema “Sicherheit”.
Gerade einmal neun Prozent der Online-Nutzer seien typische “Berufsnutzer”. Diese würden sich zwar mit Begriffen wie Betriebssystem und Datensicherheit auskennen, aber bei schwierigeren Themen den Systemadministrator rufen. Auch sie seien bei weitem noch nicht in der digitalen Gesellschaft angekommen.
Trendnutzer überwiegend Männer
Umso jünger, umso “digital souveräner”: Wirklich im Netz angekommen sind laut Studie nur “Trendnutzer” (11 Prozent”, “digitale Profi” (12Prozent) und die “digitale Avantgarde” (3 Prozent), die im Schnitt 36 Jahre alt sind. “Trendnutzer” seien überwiegend männlich und hätten die häufig die ganze Bandbreite an digitalen Geräten.
Ein “Profi” ist laut Studie vertraut im Umgang mit allen erdenklichen Internetanwendungen. Nützliche Anwendungen wir etwa Online-Shopping und Preisrecherche stünden bei ihnen im Vordergrund.
Bei der relativ kleinen Gruppe der “Avantgarde” stehe der “Spaßfaktor” an erster Stelle. Die gleichzeitig jüngste Gruppe (Schnitt: 30,5 Jahre) wolle überwiegend “Musik hören” und sei in sozialen Netzwerke aktiv. Obwohl eher geringes Einkommen und oft Single, sei der Bildungsgrad ähnlich hoch wie den Profis. Die “Avantgarde” verbringe durchschnittlich elf Stunden täglich vor dem Computer.
Fazit
Die Studie zeigt, dass die Gesellschaft beim Themen Online noch lange nicht zusammengewachsen ist und sich in gerade im Nutzungsverhalten zum Teil extrem unterscheidet. In Zukunft wird es (auch für primacall) noch wichtiger sein, die unterschiedlichen Gruppen entsprechend ihren Wünschen sowie Vorstellungen anzusprechen und ihnen maßgeschneiderte Angebote zu präsentieren, mit denen sie sicher durch das Internet surfen können.
Die gesamte Studie der Initiative D21 gibt es auch kostenlos als
PDF-Download (1,5 MB)
und als
E-Paper
März 19, 2010
Ich bin auch ein “Trendnutzer”.
11 Stunden vor dem Computer? Klingt ganz schön viel, aber wenn man mal darüber nachdenkt, dass viele schon 8 Stunden auf Arbeit vor dem Ding sitzen, dann sind 11 Stunden durchaus drin.
Also ich glaube, dass manche “digitale Außenseiter” ganz gut dran sind, wenn sie es nicht versuchen. Ich kenne da so einige in meiner Verwandtschaft, die wohl ganz schnell ein Jamba-Abo oder sowas abschließen würden, weil sie absolut keine Ahnung haben. Dann doch lieber bei der Zeitung bleiben.