primacall Geschichte der Kommunikation: Luftpost

Heutzutage ist die Luftpost nicht nur für primacall eine Selbstverständlichkeit. Auch in Zeiten von E-Mail und Chat verschicken wir nicht nur immer noch gerne Postkarten aus dem Urlaub in fernen Ländern, auch füllen Briefe ganz unterschiedlicher Unternehmen unsere Briefkästen. Doch wann nahm diese Entwicklung der Luftpost ihren Anfang? primacall erzählt Ihnen die Geschichte.

Mit schnellem Flügelschlag ans Ziel: die Brieftaube
Die Brieftaube ist ein wahres Navigationswunder. Von jedem Punkt der Erde findet sie nach Hause. Dank dieser Fähigkeit wurde sie bereits im Altertum gezüchtet. Boten, Feldherren oder Abgesandte brachten ausgewachsene Exemplare in alle Himmelsrichtungen und hielten sie dort fest. Mit Botschaften, die am Fuß oder Kopf des Tieres befestigt wurden, machte sich die freigelassene Taube auf den Weg gen Heimat. Wichtige Ereignisse, wie die Krönung des ägyptischen Pharaos Ramses II. vor 3000 Jahren oder Unruhen im von Caesar eroberten Gallien, konnten mit Hilfe der Taube in nur wenigen Tagen überbracht werden.

Warum jedoch die Taube auch aus den entlegensten Winkeln der Erde den Heimweg findet, ist bis heute nicht genau geklärt. Forscher gehen davon aus, dass die gefiederten Postboten sowohl den Stand von Sonne und Sternen als auch das Magnetfeld der Erde als Kompass verwenden und sich zudem an optischen Anhaltspunkten orientieren.

Heiße Luft für schnelle Briefe: der Heißluftballon
Noch bis ins ausgehende 18. Jahrhundert galt die Brieftaube als einziges Medium der Nachrichtenübermittelung auf dem Luftweg. Durch einen Zufall entdeckten die Brüder Montgolfier 1783, dass heiße Luft in der Lage ist, eine Papiertüte in die Luft zu heben. Der Heißluftballon war geboren. Bald darauf wurden Nachrichten sowohl bemannten Ballons mitgegeben, als auch in Kriegszeiten mit Hilfe kleiner Ballons verschickt. Der erste amtliche Ballon-Postflug fand allerdings erst 1859 in den USA statt. Über 1.000 Kilometer weit trug der Ballon 123 Briefe von St. Louis bis nach New York.

Ein eiserner Vogel erhebt sich in die Lüfte: das Flugzeug
Schneller, bequemer und sicherer – die Geschichte der modernen Luftpost steht ganz im Zeichen des Flugzeugs. Bereits 1891 experimentierte der Luftfahrtpionier Otto Lilienthal mit einem Hängegleiter, 1903 hielt das erste motorisierte Flugzeug die Gebrüder Wright fast eine Minute lang in der Luft. Nur sieben Jahre später beförderte der junge französische Pilot Henry Pequet in seinem Doppeldecker „Sommer“ 6.500 Briefe während einer Kunst- und Gewerbeausstellung in Indien vom Ausstellungsort Allahabad ins acht Kilometer entfernte Naini. Der erste offizielle Postflug der Deutschen Reichspost fand ein Jahr später zwischen Heidelberg und Mannheim statt.

In den vergangenen hundert Jahren hat sich das Flugzeug zum Haupttransportmittel entwickelt und unser aller Leben revolutioniert. Für die Briefzustellung bedeutet das eine schnelle und sichere Übermittlung auch großer Mengen an Briefen über weite Strecken. Darauf sind nicht nur Unternehmen wie primacall angewiesen. Auch privat freuen wir uns immer noch über die bunten Karten mit schönen Briefmarken aus Übersee.

  Juli 1, 2010

 

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