primacall Geschichte der Kommunikation: Das Radio
In unserer Geschichte der Kommunikation berichtet primacall nach dem Grammophon über eine weiteres Unterhaltungsmedium: das Radio.
Ähnlich wie bei der Entdeckung der Radioaktivität oder der Röntgenstrahlung hielt sich der Jubel um die Entdeckung der elektromagnetischen Wellen im ausgehenden 19. Jahrhundert deutlich in Grenzen. Nicht absehbar war die Revolution, die dieses Ereignis unbewusst anzettelte. primacall weiß: Wer glaubt, dass das Radio im Zeitalter von Internet und Fernsehen zu einem Nebenbeimedium avanciert ist, der irrt.
Ein Leben ohne Radio ist heute kaum noch vorstellbar. Musik begleitet uns beim Autofahren, beim Essen, in der Freizeit, manchmal auf der Arbeit und gelegentlich sogar beim Schlafen. Und auch viele Sendungen sind heute Kult. Der Gedanke an eine lange Autofahrt ohne Stauschau oder eine Nacht ohne Domians Ratschläge fürs Leben löst bei vielen Menschen akute Panik aus.
Dabei war das Radio ursprünglich gar nicht als Unterhaltungsmedium, sondern als Nachrichtenempfänger zu militärischen Zwecken gedacht. Der gebürtige Österreicher Nikola Tesla erfand, basierend auf Hertz’ Erkenntnissen, 1893 die Radiotechnik. Diese verwendete der Kanadier Reginald Aubrey Fessenden 13 Jahre später und brachte die drahtlose Übertragung von Sprache auf den Weg, die dann zur Verbreitung von Börsendaten und weiterhin auch militärischen Zwecken diente. Erst 1923 setzte sich das Medium auch zur Unterhaltung durch. Bevor Deutschland nachzog, konnte sich zunächst nur die amerikanische und holländische Bevölkerung an den musikalischen und sprachlichen Übertragungen erfreuen.
Die Wellen erreichen Deutschland
Premiere feierte die erste deutsche Rundfunksendung im Berliner Voxhaus mit der Übertragung eines Foxtrotts. Eine Welle der Begeisterung ergriff das gesamte Volk, auch die fast unerschwinglichen Preise für die Empfangsgeräte vermochten diese nicht zu stoppen. Während Gutbetuchte sich ein batteriebetriebenes Röhrengerät leisten konnten, musste sich der ärmere Teil der Bevölkerung mit einem Detektorgerät begnügen. Letzteres konnte mit einer Hochantenne von 25 Metern Länge selbst gebaut werden und benötigte keine Stromquelle.
Erst in den 30er Jahren wurde die Produktion der Röhrengeräte dank verbesserter Fertigungsmethoden günstiger, so dass die Hörfunkgeräte zu einem geringeren Preis erhältlich waren.
Bis Mitte der 50er Jahre sendeten die Programme hauptsächlich auf Mittelwelle. Erst danach stellte man den Rundfunk auf UKW um. Dank des Wirtschaftswunders konnte sich diese Sendefrequenz durchsetzen: Denn waren die entsprechenden Geräte zuvor noch zu teuer, waren sie jetzt für breite Bevölkerungsschichten erschwinglich.
Das Programm, das sich den Hörern bis Mitte der 70er Jahre bot, präsentierte sich vielseitig und reihte Sendungen unterschiedlichster Genres aneinander. Somit lag, anders als heute, die Wahl auf einer Lieblingszeit und nicht auf einem Lieblingssender. Erst mit der Einführung des Fernsehapparates passte sich das Radio dessen individuellem Konzept an und bot auf unterschiedlichen Sendern unterschiedliche Formen von Nachrichten und Musik. Aus dem Einschaltradio wurde ein Tagesbegleitprogramm und dies erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit – auch bei primacall.
Mit unseren DSL- und VDSL-Anschlüssen steht per Internet sogar eine noch größere Auswahl an internationalen oder auf bestimmte Musikrichtungen spezialisierten Sendern zur Verfügung. primacall empfiehlt: Einfach reinhören!
August 18, 2010